Welche Warnungen wichtig sind – und welche Lärm
Zuletzt aktualisiert: 2. November 2026 · Autor: Redaktion Local-IT-Monitoring
Kurz gesagt
Wichtig ist eine Warnung, wenn sie einen Zustand beschreibt, der sich nicht von selbst erledigt, und wenn jemand sie beheben kann. Alles andere – kurze Ausschläge, bekannte Ausnahmen, doppelte Meldungen – gehört unterdrückt, sonst liest irgendwann niemand mehr hin.
Das eigentliche Problem der Überwachung
Nicht zu wenige Meldungen, sondern zu viele. Ein System, das bei jedem Ausschlag meldet, erzeugt nach zwei Wochen eine Gewohnheit: wegklicken. Danach ist die Überwachung wertlos, obwohl sie technisch läuft.
Zustand statt Ereignis
- Ereignis: „Die Festplatte war für zwei Sekunden stark belegt." Das passiert im Betrieb dauernd.
- Zustand: „Die Festplatte ist seit zwei Tagen über 90 Prozent belegt." Das erledigt sich nicht von selbst.
Gemeldet wird der Zustand. Das Ereignis wird gezählt, nicht gemeldet.
Die drei Fragen vor jeder Meldung
- Erledigt sich das von selbst? Dann keine Meldung.
- Kann jemand etwas tun? Wenn nein, ist es eine Information, keine Warnung.
- Ist es neu? Die dritte Meldung desselben Zustands bringt nichts.
Was übrig bleibt
In einem Betrieb mit einem Server, zwanzig Arbeitsplätzen und einer Firewall bleiben pro Woche einige Meldungen. Das ist die Menge, bei der jemand wirklich hinsieht – und genau darum geht es.
Was Sie jetzt tun können
Sehen Sie sich die Meldungen der letzten Woche an und sortieren Sie sie in „musste jemand etwas tun" und „nicht". Was in der zweiten Spalte landet, gehört leiser gestellt.